21.04.2015 09:33 Alter: 5 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

Schlechte Haltung könnte Bluthochdruck verursachen


Bluthochdruck durch die Arbeit am Computerarbeitsplatz könnte sich nicht nur durch den stressigen Job erklären lassen.

Es wurde schon länger eine Verbindung zwischen den Nackenmuskeln, Blutdruck und Puls vermutet.

Ein schon im Jahr 2007 im The Journal of Neuroscience von Jim Deuchars und Kollegen von der Universität in Leeds veröffentlichter Artikel (DOI:10.1523/jneurosc.0638-07.2007) scheint das zu bestätigen. Die Forscher fanden eine direkte Nervenverbindung von den Nackenmuskeln zu einem Teil des Hirnstamms, dem Nucleus tractus solitarius, der eine entscheidende Rolle bei der Regulation von Puls, Atmung und Blutdruck spielt.

D.h. Verspannungen der Nackenmuskulatur durch schlechte Haltung oder aus anderen Gründen, wie z.B. Blockaden der Halswirbelsäule kann zu einer direkten Beeinflussung / Verschlechterung des Blutdrucks führen.

Eine Regulierung dieser wichtigen vegetativen Leistungen über die Nackenmuskulatur, die dem Gehirn Veränderungen der Körperhaltung mitteilt, ist auch deshalb sinnvoll, da der Blutfluss zum Gehirn immer gleich gehalten werden muss, egal ob der Mensch entspannt liegt oder verspannt sitzt.

Diese Studie könnte auch eine Erklärung für die teilweise diffusen Beschwerdebilder bei Nackenproblemen, z.B. durch ein Schleudertrauma, liefern.

Für viele Orthopäden, Osteopathen oder auch Atlastherapeuten sind diese klinischen Zusammenhänge nicht neu, finden sich doch viele Patienten in der täglichen Praxis ein, die sich mit unklaren vegetativen Störungen vorstellen und denen oft mit einer Behandlung der Halswirbelsäule geholfen werden kann.