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22.01.2016 10:04 Alter: 4 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

Wenn Schmerzen den Schlaf rauben


Einen interessanten Artikel konnte ich in der Ärztezeitung vom 20.1.2016 lesen. Es ging um Schlafstörungen bei Schmerzpatienten.

Im Artikel wurde berichtet, dass bei Patientin mit chronischen Schmerzen Schlafstörungen nicht selten seien. Laut Dr. Peter Geisler von der Uni Regensburg klagten ca. 80 % der Schmerzpatienten über einen nicht erholsamen Schlaf. Eine häufige Ursache sei, dass der Schmerz stärker als der Schlaf ist. Daher sei es auch falsch, Schmerzmittel nachts mit der Begründung zu reduzieren, dass die Patienten nachts weniger Schlafmittel benötigen, weil sie schliefen. Der Schlafmediziner Dr. Geisler sagt jedoch, dass Ärzte eher tagsüber über eine Dosisreduktion nachdenken sollten, da die Patienten dann stärker abgelenkt seien und ein nicht erholsamer Schlaf die Schmerzen zusätzlich verstärkten würde.

Wenn Schmerzpatienten über einen schlechten Schlaf klagten sollen Ärzte zunächst nach möglichen Ursachen fahnden, bevor sie Schlafmittel einsetzten. Ganz oben auf der Liste stehe eine ausreichende Schmerzmedikation während der Nacht. Manchmal seien auch andere Medikamente verantwortlich dafür, dass Patienten schlecht schlafen oder Alpträume bekämen. Kortikoide zum Beispiel würden den Schlaf beeinträchtigen. Manchmal seien auch Ängste und Depressionen ursächlich für Schlafprobleme. Ein anderer Grund für schlechten Schlaf sei, dass die Schmerzpatienten oft kaum in der Lage sind sich körperlich viel zu bewegen und dadurch auch der Schlafdruck dementsprechend gering wäre. Ferner hätten diese Patienten Probleme den Tag-Wach-Rhythmus zu synchronisieren, da sie sich oft in geschlossenen Räumen aufhalten würden.

Von therapeutischer Seite her sei es wichtig auf verhaltenstherapeutische Maßnahmen zu setzen. Dazu zähle z.B. die Angst vor der Schlaflosigkeit zu mindern, Lichtexposition, Abendrituale oder begrenzte Bettzeiten. Bei Fibromyalgie-Patienten habe die Verhaltenstherapie allerdings nur eine geringe Wirksamkeit.