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29.01.2016 11:56 Alter: 3 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

Osteopathie verbessert die Versorgungssituation bei chronischen lumbalen Rückenschmerzen


In einer Studie von R. Levene und Kollegen (Die Behandlung myofascialer lumbaler Rückenschmerzen. Effektive Diagnostik und Therapie, Schmerz 2014. 28:573 bis 583) wurde die Wirksamkeit einer gezielten Therapie bei myofascialen Schmerzen evaluiert. Hintergrund ist der, dass lumbale Rückenschmerzen für viele Menschen im Alltag ein Problem darstellen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem darstellen. Der Stellenwert des myofascialen Systems wird in der Diagnostik und Therapie von Rückenschmerzen immer noch zu wenig berücksichtigt.

In der Untersuchung wurden 44 Patienten eingeschlossen. Diese litten unter therapieresistenten lumbalen Rückenschmerzen. Es wurde vor allem die Behandlung der betroffenen Muskulatur mittels Physiotherapie und Eigenübungen durchgeführt. Unterstützend kamen Triggerpunktinfiltrationen, Neuraltherapie und Entspannungsverfahren zum Einsatz. Zusätzlich wurde eine medikamentöse Therapie durchgeführt. Dies entspricht im Wesentlichen einer multimodalen Schmerztherapie.

Bei den untersuchten Patienten konnte eine signifikant niedrigere Schmerzintensität sowie eine Reduktion der Angst und Depressivität sowie eine Zunahme der Lebensqualität erzielt werden.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine gezielte Behandlung der Muskulatur und der Faszien bei chronischen Rückenschmerzen zu einer Reduktion der Schmerzsymptomatik führen. Die Mitberücksichtigung des myofascialen Systems wie es zum Beispiel in der Osteopathie typischerweise der Fall ist, können also bei sogenannten unspezifischen Rückenschmerzen zu einer Verbesserung der Versorgung und zu einer Senkung der Kosten beitragen.