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09.02.2016 07:04 Alter: 3 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

Osteopathie kann bei Migräne helfen


Wissenschaftler um Dr. Cerritelli untersuchten die Auswirkung von osteopathischen Behandlungen auf insgesamt 105 Migränepatienten. Unterstützt durch eine medikamentöse Therapie erhielten diese über einen Zeitraum von einem halben Jahr, eingeteilt in 3 Gruppen, osteopathische Behandlungen, osteopathische Scheinbehandlungen oder keine osteopathische Therapie.

Hier zeigte sich, dass die Patienten mit der Kombination Migränemedikation plus osteopathischer Behandlung in Vergleich zu den anderen beiden Gruppen deutlich besser abschnitten.

Die Schmerzintensität während einer Migräneattacke sowie die Häufigkeit der Migräneanfälle konnte bei den Patienten, die eine osteopathische Behandlung erhielten, deutlich reduziert werden. Es war zudem in dieser Gruppe ein zurückgehender Verbrauch an Migränemitteln zu beobachten.

Es zeigte sich, wie schon bei früheren Untersuchungen, dass Osteopathie eine lindernde Wirkung bei Migräne- und Spannungskopfschmerzen erreichen kann. Im Unterschied zu den früheren Untersuchungen werden jedoch in dieser Studie Patienten mit chronifizierter Migräne beiderlei Geschlechts mit einbezogen. Die Patienten konnten zwar in dieser Schmerzstudie die Tabletten nicht komplett absetzen, aber dennoch reduzieren. Da die osteopathische Behandlung üblicherweise nicht zu Nebenwirkungen führt, bietet sie sich als begleitende Maßnahme zur konventionellen Schmerztherapie an.

Literatur: Cerritelli F, Ginevri L Messi G, Caprari E, Vincenzo M. di, Renzetti C, Cozzolino V, Barlafante G, Foschi N, Provinciali L. Clinical effectiveness of osteopathic treatment in chronic migraine: 3-armed ramdonized controlled trial. Complement Ther Med 2015; 23:149-156