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03.02.2016 08:46 Alter: 2 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

Onlinediagnosen sind häufig falsch


Wissenschaftler der Harvard Medical School untersuchten 23 Online-Symptom-Checker aus den USA, Großbritannien, den Niederlanden und Polen auf ihre Zuverlässigkeit. Sogenannte Symptom-Checker sind spezialisierte Programme, die anhand der klinischen Symptome einer Erkrankung eine Diagnose über die vermutlich vorliegende Krankheit erstellen und dabei dem Internetbenutzer bei der Selbstdiagnose helfen sollen. Jeder dieser Symptom-Checker wurde mit Notfällen, keinen Notfällen und selbst zu behandelnden Zuständen konfrontiert. Dabei zeigte sich, dass zwei von drei Diagnosen falsch angezeigt wurden. Im Durchschnitt wurde die korrekte Diagnose nur in 34 % der Fälle auch als wahrscheinlichste Krankheit angegeben. Die Treffsicherheit variierte zwischen 5 und 50 %.

Ärzte stellen Diagnosen mit einer Genauigkeit von 85 bis 90 %, das heisst die ärztliche Treffsicherheit ist bei weitem unerreicht. Dadurch wird es dem Symptom-Checker auch nicht gelingen, die Zahl der Arztbesuche zu senken. Es besteht eher die Gefahr, dass Hypochondrie gefördert wird.

Quelle: Semigran HL, Linder JA, Gidengil, C Mehrotra A. Evaluation of sypmton checkers for self diagnosis and triage: audit study. BMJ. 2015; 351: h3480.