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24.02.2016 07:02 Alter: 3 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

Konservative Therapie des HWS-Syndroms


In einer Studie von S. Werner, D. Ohlendorf und anderen wurde der Einfluss von Schuheinlagen auf Patienten mit HWS-Syndrom untersucht. HWS-Schmerzen sind eine häufige Beschwerdesymptomatik und gehen einher mit eingeschränkter Beweglichkeit im Schulter-Nackenbereich. Neben degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule werden vor allem muskuläre Dysbalancen verantwortlich gemacht. Diese entstehen häufig durch fehlende Bewegung und einseitige Belastung.

Es wurden 37 Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde mit sensomotorischen Einlagen, die andere mit klassisch unterstützenden Einlagen versorgt. Diese Einlagen wurden über einen Zeitraum von 6 Wochen getragen, wobei jeweils vor und nach der Tragezeit der Einlagen Schmerzen und Verspannungen im Bereich des Schulter-Nackenbereichs mit einer visuellen Analogskala erfasst, die Balance mittels einer Druckmessplatte untersucht und die HWS-Beweglichkeit mit einem Inklinometer getestet wurde.

Das Ergebnis der Untersuchung zeigte, dass das Tragen von propriozeptiven, also sensomotorischen Einlagen zu einer Besserung des HWS-Syndroms führte. Die Schmerzen und Verspannungen konnten im Vergleich zur Ausgangssituation reduziert werden. Zusätzlich ließen sich durch die sensomotorischen Einlagen eine Stabilisierung der Balance feststellen. Bei den klassischen unterstützenden mechanischen Einlagen konnte man keine signifikanten Veränderungen nachweisen.

Beschwerden des HWS-Syndroms können also durch sensomotorische Einlagen als konservative Therapiemethode und als ergänzende Behandlung erfolgreich behandelt werden.

Literatur: S. Werner, D. Ohlendorf, W. Schallmey, I. ter Hamsel, L. Aich, M. Möller, A. Nagel: Konservative Therapie des HWS-Syndroms, Manuelle Medizin 2015. 53: 350 – 356