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03.05.2016 08:44 Alter: 2 yrs
Kategorie: Allgemein
Von: schopf@hartner-schopf.de

DGOOC: Positive Bewertung von sensomotorischen Einlagen


Die meisten privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für sensomotorische oder propriozeptive Einlagen. Lediglich die Beihilfe Baden-Württemberg verweigert seit der Landtagswahl vor 5 Jahren und der damit verbundenen Überarbeitung des Leistungskatalogs der Beihilfestellen, die Kostenübernahme.

Erstmals befürwortet nun ein offizielles, schulmedizinisches Gremium die Therapie mit „sensomotorisch wirkenden Fußorthesen“

Lange Zeit haben wir erleben müssen, dass trotz überwältigender klinischer Beweise für die Wirksamkeit sensomotorischer Einlagen und der bekannten neurophysiologischen Grundlagen die offiziellen Gremien der Medizin bei öffentlichen Verlautbarungen sehr leise waren. Nun endlich hat ein Gremium Farbe bekannt: Der Beratungsausschuss der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) unter Leitung von Prof. Bernhard Greitemann hat die Konzepte und Studien zu sensomotorischen Einlagen gesichtet und bewertet.

Das Ergebnis im Wortlaut: „Trotz der noch geringen wissenschaftlichen Arbeiten ist der Ausschuss der Meinung, dass dieses Papier des Beratungsausschusses aufgrund der breiten Expertise der Experten und der begleitenden Literaturanalyse als eine Empfehlung niedriger Evidenz im Sinne einer konsentierten Expertenempfehlung zu gelten hat.“

Nach dieser Einschätzung wird wohl auch die (fast nur noch von Kostenträgern) geäußerte Meinung, der Einsatz sensomotorischer Einlagen sei medizinisch nicht allgemein anerkannt, nicht mehr zu halten sein.

Wichtig in dem Papier der DGOOC ist auch die Tatsache, dass wesentliche Teile der Einlagentherapie u.a. von MedReflexx nunmehr als gesichert gelten dürfen. Das sind unter anderem:

• Sämtliche Einlagen haben sensomotorische Einflüsse oder Effekte

• Sensomotorische Orthesen stimulieren gezielt neuromuskuläre Regelkreise

• Durch Druck auf Muskel- und Sehnengruppen erfolgt eine Tonuserhöhung

• Kontrolltermine sind kurz- und mittelfristig notwendig

• Für die Versorgung ist ein „höherer Aufwand in den Bereichen Diagnostik, Untersuchungstechnik (…), aber auch der Überwachung (…) erforderlich“.

• Die Versorgung mit sensomotorischen Einlagen beruht „auf langjährig eingesetzten traditionellen Prinzipien der Orthopädieschuhtechnik“.

Der Ausschuss setzt hiermit grundsätzliche Maßstäbe in der Anerkennung der wesentlichen Wirkungsmechanismen der sensomotorischen Einlagenversorgung. Auch wenn die Studienlage bekanntermaßen noch verbesserungsfähig ist, hat der DGOOC hier ein deutliches Zeichen gesetzt, das auch bislang kritischen Kostenträgern ein klares Signal geben sollte, ihre Haltung zu überdenken.

Zu guter Letzt empfiehlt der Ausschuss eine neue, einheitliche Bezeichnung für diese Art von Einlagen. Diese sollten nur noch als Sensomotorische Fußorthesen (SMFO) bezeichnet werden.