Ernährungsmedizin

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft und ziviliserten Welt kommen wir immer mehr vom "Ursprünglichen" ab. Wir sollten nicht abtun, dass sich der Mensch genetisch an die natürlichen Gegebenheiten im Laufe der Evolution angepasst hat - also an die Natur. Und genau diese wird heutzutage ignoriert.

In einer Zelle laufen pro Sekunde 100000 biochemische Reaktionen ab. Unser Körper besteht aus ca. 80 Billionen Zellen. Dies sind biochemische Stoffwechselprozesse, die ganz "natürlich" sind. Geraten diese in falsche Bahnen, erkranken die Zellen.

Viele Krankheiten entstehen auf zellulärer Ebene. Diabetes, Krebs, hohe Cholesterinwerte, Schilddrüsenerkrankungen, Chronische Müdigkeit, Burn Out, Depressionen, Schlaflosigkeit, Autoimmunerkrankungen und vieles mehr.

Wenn solch eine Erkrankung diagnostiziert wird, kann mit sogenannten schulmedizinischen Medikamenten therapiert werden. Leider wird hier die Grundursache oft nicht gesehen. In erster Linie sollte auf zellulärer Ebene behandelt werden. Dies bedeutet, therapeutisch sollten (auch) die zellulären Stoffwechselwege beachtet werden. Und um diese wieder "in Form" zu bringen, kommt die Ernährungsmedizin zum Einsatz.

Dies kann folgendermaßen aussehen:

In einem Blutbild wird labormedizinisch nach Defiziten gesucht. Nach lebenswichtigen Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Proteine u.a.), nach dem Säure-Basen-Haushalt,  nach der antioxidativen Fähigkeit u.v.m.

In einer mikrobiologischen Stuhluntersuchung wird die Darmflora untersucht. Diese ist wichtig für die Aufnahme der lebenswichtigen Stoffe, die für die Stoffwechselwege eben lebenswichtig sind. Diese wird bei pathologischen Veränderungen mitbehandelt.

Die Defizite im Körper werden durch eine Ernährungsumstellung ausgeglichen. Oftmals ist es allerdings notwendig, bestimmte Mängel durch hochdosierte Nahrungsergänzungen dem Körper über einen bestimmten Zeitraum zuzuführen. Dies ist Bestandteil der Ernährungsmedizin.

Dem Organismus wird so die Möglichkeit geboten, sich selbst zu regenerieren. Die Selbstheilungskräfte werden je nach Krankheitsbild homöopathisch, naturheilkundlich und osteopathisch mitbehandelt.