Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine sehr komplexe Erkrankung mit vielen verschiedenen Stadien. Neben der frühen Borreliose mit der typischen „Wanderröte“ (Erythema migrans) bis hin zu Organerkrankungen und eine Chronifizierung, die Schäden im zentralen Nervensystem anrichten kann.

Ein frischer Zeckenbiss sollte vom Arzt untersucht werden. Sinnvoll ist es, die Zecke, sofern diese noch vorhanden ist, ins Labor zu senden und auf Borrelien untersuchen zu lassen (Zecke einfach in ein feuchtes Tuch schlagen und zu uns in die Praxis bringen – oder in eine andere Praxis, die mit diesem Thema vertraut ist). Ist die Zecke Borrelien-positiv, sollte eine weiterführende Diagnostik durchgeführt werden. Der hochsensitive Elispot-Borrelien-Test kann bereits in der Frühphase der Erkrankung (5 – 7 Tage nach Biss) angewendet werden. Dieser Test ist sehr genau und wird in Speziallabors durchgeführt.

Insbesondere bei einer Neuinfektion mit Borrelien ist schnelles Handeln wichtig. Je früher behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen und umso wichtiger ist eine zügige und genaue Diagnostik.

Aber auch bei chronischen Verläufen ist eine gute Labordiagnostik über das Blut wichtig. Diese fortgeschrittenen Erkrankungsverläufe sind schwierig zu behandeln. Oftmals muss sehr individuell das Immunsystem der einzelnen Patienten auf verschiedenen Ebenen gestärkt werden.

Die chronische Borreliose wird häufig nicht erkannt. Die Patienten leiden seit längerer Zeit unter ganz unterschiedlichen Symptomen wie Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Schlafstörungen, Burn-Out, Muskellähmungen, Sensibilitätsstörungen – um nur  einige zu nennen. Hier sollte auch immer an eine Borreliose gedacht werden. In Deutschland ist die Dunkelziffer der Infizierten hoch. Ein erfahrener Laborarzt erzählte mir vor kurzem, dass Borrelieninfektionen eines der häufigsten Heilungshindernisse bei vielen Erkrankungen darstellt. Diese müssen erkannt und mitbehandelt werden. Interessant sind auch die Co-Infektionen der Borrelien. Auch an diese muss gedacht werden.

Wir behandeln Borrelien konservativ und naturheilkundlich. Je nach Schwere und Verlauf der Erkrankung. Labordiagnostisch überprüfen wir in bestimmten Abständen den Verlauf der Krankheit.

Ziel ist die vollständige Gesundung des Patienten.

 

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